#44 Nierengesundheit

Shownotes

Dieser Podcast wird Ihnen von der österreichischen Ärzte- und Apothekerbank gewidmet. Gründen, finanzieren, digitalisieren. Die Standesbank ist an Ihrer Seite.

In dieser Podcastfolge erfahren Sie von Mag. pharm. Dr. Gunar Stemer, MBA, MPH, aHPh wissenswertes zum Thema Nierengesundheit: Warum die Niereninsuffizienz oft unbemerkt bleibt und welche Medikamente das Risiko für Nierenerkrankungen erhöhen, sowie Prävention und Massnahmen bei fortgeschrittener Nierenerkrankung.

Disclaimer Dieser Podcast richtet sich an Fachkreise und dient der Vermittlung von allgemeinem Wissen über pharmazeutische und medizinische Themen. Es werden keine konkreten Therapieempfehlungen oder individuelle Ratschläge für Laien gegeben. Die Inhalte ersetzen keinesfalls den Besuch bei einem Arzt/einer Ärztin oder einer Apothekerin/einem Apotheker.

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00:00:04: Dieser Podcast wird Ihnen von der österreichischen Ärzte- und Apotheker Bank gewidmet.

00:00:09: Gründen finanzieren, digitalisieren – die Standesbank ist an Ihrer Seite.

00:00:16: Herzlich willkommen zu Folge.

00:00:18: forty-four von ÖAZ im Ohr!

00:00:21: Meine Kollegin Dr.

00:00:22: Angelika Kluth hat heute Magister Dr.

00:00:26: Gunnar Stema ins Studio eingeladen.

00:00:29: Gemeinsam widmen Sie sich dem Thema Nierengesundheit.

00:00:46: Herzlich willkommen zu unserem Podcast.

00:00:49: Heute geht's um das Thema Nieren-Gesundheit!

00:00:53: Unsere Nieren sind echte Hochleistungsorgane, rund eineinthausend achthundert Liter Blut filtern sie täglich.

00:01:01: Sie produzieren ungefähr einen halb Liter Urin und sorgen dafür dass Giftstoffe aus dem Körper entfernt werden.

00:01:08: Doch ihre Aufgaben gehen noch viel weiter.

00:01:11: Die Nieren regulierenden Wasserhaushalt, den Säure- und Basenhaushalte beeinflussen Blutdruck.

00:01:19: Sie sind wichtig für die Blutbildung und für den Knochenstoffwechsel.

00:01:23: Das Problem

00:01:25: ist,

00:01:26: dass Nierenerkrankungen oft lange unbemerkt bleiben.

00:01:29: Einstweilen ist jeder zehnte Mensch von einer Nierenerkrankung oder Nierenunterfunktion betroffen.

00:01:37: Viele wissen jedoch nichts davon!

00:01:40: Gerade in der Apotheke ergeben sich daher viele Situationen, in denen wir Apothekerinnen und Apothekers eingreifen können.

00:01:48: Darüber sprechen wir heute mit Herrn Magister Dr.

00:01:51: Guna Stema.

00:01:53: Er ist vielen unserer Hörerinnen und Hörern bereits bekannt von unserem Podcast zur Gesundheit oder zu den Nebenwirkungen am Auge.

00:02:04: Außerdem ist er vielen bekannt als Referent bei Fortbildungen, bei Tagungen.

00:02:10: Er ist auch im Fortbildungsausschuss der österreichischen Apothekerkammer und in der Weiterbildungskommission der Österreichischen Krankenhausapotheker.

00:02:19: Er hält regelmäßig Vorträge und Workshops – er hat mehrere Lehraufträge!

00:02:25: Herr Dr.

00:02:25: Stema, herzlich willkommen!

00:02:27: Vielen Dank für die Einladung.

00:02:28: ich freue mich hier zu sein.

00:02:30: Herr Dr.

00:02:30: Stemer, viele Menschen denken bei den Nieren vor allem an die Urinproduktion aber das ist sicherlich viel zu kurz gegriffen.

00:02:40: Welche Aufgaben erfüllen die Nieren im Körper und warum bleiben Niernerkrankungen oft so lange unentdeckt?

00:02:50: Ja, die Niere sind ganz spannendes Organ Und Sie haben es eingangs schon erwähnt Die Niere ist ja wesentlich mehr als ein reines Filtorgarn- und Haarproduzierendes Organ.

00:02:59: Das fängt an von natürlich die Ausscheidungsfunktion über den Hahn.

00:03:03: Da werden ausgeschieden Elektrolüte, Regulation elektrolytter Harnstoffe also alles was der Körper quasi loswerden will sozusagen.

00:03:12: Die Niere ist aber auch beteiligt an der Hormonregulation vor allem was Blutbildung anbelangt.

00:03:19: Erdoproitin als quasi die Blutbildung stimulierendes Hormonen wird in der Niere produziert.

00:03:29: Und was nicht vergessen werden darf, auch Sorge-Basehaushalt wird über die Nähe ganz zentral reguliert.

00:03:36: Also Sie sehen manigfaltige Aufgaben und vor allem für unsere Berufsgruppe als Apothekerin Apotheka ist natürlich auch... vor allem aus pharmakologischer Sicht relevant, dass über die Niere natürlich über den Haaren ganz viele Arzneistoffe ausgeschieden werden.

00:03:53: Und wenn es hier ein Problem gibt eine reduzierte Ausscheidungsfunktion dann kann das natürlich auch zu Nebenwirkungen kommen weil Arzneestoffe viel länger im Körper verbleiben und somit mehr Nebenwirkungen kommen.

00:04:06: Sie haben gefragt, warum eine Nierenerkrankung oft lange unentdeckt bleibt.

00:04:11: Die Nierer hat eine relativ große Reserverkapazität und selbst wenn schon ein Teil der Funktionskörper in die Niere eingeschränkt ist macht sie das noch nicht wirklich symptomatisch bemerkbar.

00:04:23: Und erste Warnsymptome sind natürlich dann eher sehr unspezifische.

00:04:28: Das kann vieles bedeuten.

00:04:31: diese unspezificen Symptome und so richtig klassischer Schwere Symptome treten erst bei wirklich stark fortgeschrittenem Funktionsverlust der Niere auf.

00:04:42: Was wären so typische, vielleicht unspezifische Symptomen die einen Hinweis geben?

00:04:49: Zum Beispiel anhalten der Müdigkeit die nicht anders zu klären ist ein Leistungsabfall Veränderungen im Urin, also eher ein schäumender Urin.

00:04:57: Da könnte ein Hinweis sein, dass da auch schon Eiweiß-Immurin ist.

00:05:02: Das ist ja ein Frühmarker der auf eine Nierenfunktionsproblematik hindeutet.

00:05:08: Geschwollene Beine können darauf hindeuten, dass es vielleicht einen Ausscheidungsproblem schon gibt.

00:05:14: Vielleicht wenn die Niere schon stark eingeschlossen ist würde man auch Yukreiz dazuzählen, so chronische Yukreize, der nicht anders erklären Bluthochdruck.

00:05:24: All das können früh Anzeichen sein, dann teilweise schon einen stärkeren Funktionsverlust

00:05:32: anzeigen.".

00:05:33: Wenn jetzt Kundinnen in die Apotheke kommen und von solchen Symptomen berichten was können wir dafür Hinweise geben?

00:05:40: oder wann ist eine ärztliche Abklärung unbedingt nötig?

00:05:46: Ich denke mir eine Hassklair-Abklärung ist in jenen Fällen unbedingt notwendig, wo wirklich starke Ideen da sind.

00:05:53: Wo es wirklich veränderungen sichtbare Veränderungen im Urin gibt oder auch... in der Urinaussteiling, in der Menge wieviel ich ausscheide.

00:06:01: Das kann ein Nierenproblem sein und natürlich auch ein urologisches Problem sein.

00:06:05: Also ich glaube da muss man jedenfalls eine ärztliche Abklärung anraten.

00:06:10: oder auch wenn Patienten schon wissen dass sie einen Bluthochdruck haben und er ist über längere Zeit quasi nicht mehr gut eingestellt, auch unter schon laufender Zneimitteltherapie.

00:06:23: All das sind sicher Themen wo Patientinnen an den Arzt verwiesen werden sollen um das einfach abzuklären.

00:06:30: was steckt da dahinter?

00:06:31: Was sind Gründe?

00:06:32: Das müssen nicht notwendigerweise Gründe sein die in der Niere parsee liegen aber das muss auf jeden Fall abgeklärt werden.

00:06:40: Jetzt würde ich gerne zu einer typischen Situation an der Tara kommen.

00:06:44: Eine Kundin kauft ein Schmerzmittel wie ein Ibuprofen oder ein Dichlofenack.

00:06:50: Und das vielleicht schon häufiger, es fällt uns auf.

00:06:53: Wie sollen wir dann reagieren?

00:06:55: Ab wann wird eine Einnahme von NSR problematisch?

00:06:59: Wie genau funktioniert es, dass sie die Niere schädigen diese Medikamente und welche Fragen sollen wir an der Tara stellen bevor wir diese Medikumente abgeben?

00:07:11: Also, sie sprechen natürlich einen im Bereich der Öffentlichen Apotheker höchstrelevante Erzneimittelgruppe an.

00:07:16: Nichts der redale Anti-Rheumatika Schmerzmittel aus diesem Bereich sind quasi auch rezeptfrei erhältlich und sie führen über ihren pharmacologischen Wirkmechanismus zu einer Verminderung der Durchblutung in die Niere.

00:07:30: Die Niere ist das sehr schnell beleidigt, wenn die Durchbluttung der Niere nicht stimmt.

00:07:36: Das ist quasi der Hintergrund oder der Erklärmechanismus.

00:07:40: wieso eine längere Einnahme.

00:07:42: Es geht hier wirklich um eine Dauertherapie von diesen Substanzen, also sie haben zitiert über Prophein aber auch die Klophenachmephänominsäure.

00:07:51: Also all die Apothekerinnen geläufigen OTC-Schmerzmitteln.

00:07:56: Wenn es jetzt einer längeren Einnahme kommt dann kann es auch zu einer eben diese verminderte Durchblutung über längere Zeit zu Problemen in der Nähe kommen.

00:08:07: Also ich habe gesagt, einerseits ist die Dauereinnahme ein Thema und natürlich auch welche Person, welcher Mensch, welche Patientin mit welchen Vorerkrankungen steht da an der Tara.

00:08:19: Patienten sind, die schon manigfaltige Vorerkrankungen haben.

00:08:23: Die vielleicht schon wissen, dass sie eine eingeschränkte Nierenfunktion haben, Diabetika, Bluthochdruckpatienten

00:08:30: usw.,

00:08:31: dann muss man sicherlich die Einnahme, die unbegleitete Einnahme von solchen Schmerzmitteln sicher so kurz wie möglich machen.

00:08:41: und wenn das einfach aus medizinischen Gründen notwendig ist, dann muss diese Einnahme und eine Dauertherapie mit diesen Substanzen natürlich begleitet werden und kontrolliert werden.

00:08:52: Im Sinne von die Nierenwerte müssen dann angeschaut werden oder ein Problem schon vorliegt.

00:08:58: Ja damit kommen wir schon zu meiner nächsten Frage, nämlich Menschen mit Diabetes oder mit Bluthochdruck.

00:09:05: das sind ja Menschen, die wir häufig sehen in der Apotheke.

00:09:09: Und Sie haben ein deutlich erhöhtes Risiko für Nierenerkrankungen?

00:09:13: Warum sind diese Grunderkrankungen Bluthochdruck-Diabetes eigentlich so belastend für die Nieren?

00:09:21: Blut-Hochdruck und Diabetes sind die zwei Hauptursachen wie Menschen in Österreich aber auch im... in Europa quasi eine chronische Nierenerkrankung bekommen und sind auch die unkontrollierte Hypertensionen, der unkonto- liter oder schlecht eingestellte Diabetes.

00:09:41: Sind auch die Hauptgründe für ein Fortschreiten einer Niererkrankungen.

00:09:47: Der unkondolierte Bluthochdruck führt dazu dass es in den ganz kleinen Gefessen zu Veränderungen kommt.

00:09:55: Dadurch wird die Nieren ins Offizienz bedingt und natürlich ein lange unkontrollierter hoher Blutzucker führt ebenfalls zu Gefäßveränderungen.

00:10:03: Zucker chemisch gesehen hochreaktives Molekül, und die Niere ist eben auch ein Organ das sehr sensibel auf lange unKontrollierten Bluthochzucker reagiert neben auch wie wir alle wissen auch anderen Organen im Körper stichvert Auge oder kleine Gefäße in den Beinen an den Füßen.

00:10:26: Und wenn jetzt eine Kundin regelmäßig ihre Blutdruckmedikamente oder ihre Diabetes-Medikamente abholt, was können wir ihr als Botschaft in einem Beratungsgespräch mitgeben?

00:10:40: Also ich denke mir bei Blutrotrückpatienten die mehrere Erzneimittel einnehmen ist sicher ein oder könnte ein Beratungssuspekt sein.

00:10:47: Dass man einfach sagt, hier gibt es einen Blutdrücktagebuch weiß die Patientin über die Einstellungsqualität ihres Blutdruckers bescheid.

00:10:57: Das Gleiche trifft auch auf den Diabetes-Patienten zu, gibt es regelmäßige Kontrollen und sind die Werte so wie sie sein sollten?

00:11:06: Natürlich ein nicht zu unterschätzenes Thema ist natürlich Adherenz, Einnahme treue.

00:11:11: Weil nur weil Personen die Medikamente abholen und die Rezepte einlösen heißt das noch lange nicht dass sie auch eingenommen werden.

00:11:19: Dass sie so eingenomen werden wie sie vorgeschrieben sind in der Häufigkeit oder in der Regelmäßigkeit oder vielleicht nur bei Bedarf also gerade bei Bluthochdruck wissen wir einfach das Patienten dann auch nur bei bedarf vielleicht was einnehmen wenn Sie spüren.

00:11:36: Aber diese Regelmäßigkeit, weil halt auch oft Symptomlos verlaufend ist dann eher etwas reduziert.

00:11:42: Der Adherenz-Einnahmetreuerspekt wäre sicher ein Beratungsrespekt, den man sich hinterfragen kann in einem Gespräch.

00:11:51: Vielen Dank!

00:11:53: Es kommen Kundinnen und Kunden immer wieder in die Apotheke mit ihren Laborwerten und Ersuchen um Aufklärung.

00:12:02: Welche Rolle spielen eigentlich Kreatinien und die glomeruläre Filtrationsrate bei der Beurteilung einer Nierenfunktion?

00:12:10: Und warum ist auch das Album in so wichtig?

00:12:15: Kreatinin ist ein Abbauprodukt aus dem Muskel.

00:12:18: Wenn es zu einer Nierfunktion zur Entschränkung kommt, dann steigt er.

00:12:23: das Kreatinin über den Normalwert hinaus.

00:12:26: Also ein hohes oder erhöhtes Kreatinin deutet immer auf ein Problem in der Ausscheidungsrate des Kreatinis eben hin.

00:12:36: Die glomeruläre Filtrationsrate ist ein Maß für die Filterleistung, also wie viel Blut fließt quasi durch das Glomerulum dort?

00:12:44: Das sind die zentrale Filtrationseinheiten und dafür gibt es Tausende in der Niere gereinigt und geklärt und filtriert.

00:12:56: Bei der Glomerolaire-Filtrationsrate verhält sich es anders, also je höher die glomeroläre Filtrationsrat ist desto besser die Nierenfunktion.

00:13:04: Grob kann man sagen.

00:13:05: eine normale glomerolaere Filtationsrate bewegt sich im Bereich von neunzig bis hundertzwanzig Milliliter pro Minute.

00:13:14: Das ist so ein grober Bereich und alles, was quasi drunter liegt gilt schon als reduzierter glomeruläre Filtrationsrat.

00:13:22: Und somit das eingeschränkte Nierenfunktion.

00:13:26: aus Pharmakotherapeutischer Zneimitteltherapiesicht ist die Zahl eine Relevante Größe, weil schon bei einigen Arzneistoffen eine Dosisanpassung erfolgen soll.

00:13:43: Je weiter die glomeruläre Filtrationsrate absinkt, desto mehr Arzneimittel sind betroffen und tendenziell muss dann auch die Dosis sukzessive reduziert werden oder eben das Dosierintervall, das Einnahmeintervalle.

00:13:56: verlängert werden.

00:13:57: Es hört sich relativ einfach und gerade wenig an, das Thema ist es gibt so etwas wie oder man nennt es Kretinienblinderbereich.

00:14:07: ja deshalb muss zur kompletten Beurteilung oder zur Einschätzung liegt jetzt wirklich eine Nierenfunktionseinschränkung insignifikantem Ausmaß vor?

00:14:16: immer müssen beide Parameter quasi beurteilt und gesehen werden.

00:14:21: der kretinin blinde Bereich beschreibt die Situation dass obwohl die glomeruläre Filtrationsrate schon eingeschränkt ist, dass Kreatinin als solches noch nicht erhöht ist.

00:14:34: Also wenn wir nur das Kreatinin als solches anschauen würden, würden wir ein normales Kreatinnin sehen aber... Wenn wir die glomeruläre Filtrationsrate und in der Praxis für die übernäherungsformeln berechnet, dann sehen wir schon eine reduzierte und auch unter dem normalwärt liegende Glomerulärfiltrationsrat.

00:14:56: Deshalb müssen beide Parameter sinnvollerweise beurteilt werden.

00:15:01: Dieser kreativ-inblinde Bereich ist natürlich relevant.

00:15:05: auch je älter ich bin, weil mit steigendem Lebensalter nimmt die glomeruläre Filtrationsrate aus physiologischen Gründen ab und deshalb sind quasi beide Parameter höchstrelevant zur Beurteilung.

00:15:16: Ihre Frage betrug sie ja auch noch auf Albummin als Frühmarker einer Schädigung der Niere also dass quasi die Filtration beim Brand Man könnte sagen nicht mehr ganz dicht ist, weil der Hahn ist albuminfrei und quasi wenn ein Problem schon vorliegt dann finden wir Albummin eben im Hahn wieder.

00:15:39: Und das ist in der Regel ein Frühmarke den man auch im Rahmen von Vorsorgeuntersuchungen am Rahmen einer Hahnbestimmung mitmacht.

00:15:48: Wenn der eine gewisse Wert überschreitet dann bedarf es auf jeden Fall an Abklärung.

00:15:53: Es gibt ganz viele Gründe, wieso ein Albumin temporär vielleicht erhöht sein kann oder sich im Arm wiederfinden kann.

00:16:02: Also das muss noch nicht notwendigerweise... Oder da stellt nicht allein die Diagnose einer Niernerkrankung.

00:16:09: aber es ist in meinem Warnsache, dass auf jeden Fall eine Ärztininterpretation oder Abklärung bedarf.

00:16:16: Hätten Sie einen Tipp für uns, wie wir das so erklären können?

00:16:20: Dass eine Kundin oder ein Kunde das gut versteht.

00:16:23: Also eine Leie der medizinisch unbedarfnd ist.

00:16:29: Einfach gesagt könnte man sagen Gut ist ein niedriger Kreatininwert und eine hohe Filtrationsrate.

00:16:37: Glamour alle Erfiltrationsrat dann deutet quasi nichts auf einer Nierenschädigung hin.

00:16:45: Neben dieser Früherkennung ist natürlich auch die Prävention ganz ein wichtiger Punkt.

00:16:50: Welche Lebensstilfaktoren unterstützen die Nieren, Gesundheit und welche Rolle spielen Bewegungen und Ernährung?

00:16:58: Und natürlich ein Thema das auch an der Tara immer wieder angesprochen wird – Ist die Salzreduktion wirklich nötig?

00:17:06: Also grundsätzlich kann man sagen, ein gesunder Lebensstil.

00:17:10: Ein gesunder Lebensverhandel tut dann ihre Gut und sie haben es angesprochen eine gesunde ausgewogenen Ernährung Bewegungen Gewichtsreduktion auf einen Normalgewicht ist sicher vorteilhaft.

00:17:23: Rauchstopp ein Thema natürlich Ausreichend trinken eine ausreichende normale Trinkmenge, aber keine überborene Trinkmenge und auch die von Ihnen erwähnte Salzreduktion im Normalbereich zu bewegen.

00:17:41: Und wenn man von einer chronischen Nieren insuffizient spricht was ist da genau gemeint?

00:17:47: Wann spricht man von der eingeschränkten Nierenfunktion?

00:17:52: Genau!

00:17:52: Kronische Nieren-Suffizienz ist ein Begriff.

00:17:55: Korrekterweise müsste man von chronischer Nieren Erkrankung sprechen, weil nicht notwendigerweise jede Nierproblematik auch unmittelbar mit einer insuffizienten Nierenfunktion einhergeht.

00:18:07: Chronische Nirenerkrankungen, man spricht im Wesentlichen wenn über einen Zeitraum von drei Monaten das Problem vorliegt eine Funktionsentschränkung auch vorlieght eben meistens oder wie schon erwähnt in den Fällen Albumin im Haaren als Frühmarker, aber vielfach auch begleitet von anderen Symptomen.

00:18:26: Welche Symptome treten bei der fortgeschrittenen Nierenerkrankung auf beziehungsweise wann wird eigentlich eine Dialyse notwendig?

00:18:36: Wenn die Glomerellärfiltrationsrate kontinuierlich sinkt dann werden die Symptomme könnte man sagen stärker und verändern sich auch in der Qualität, was relevant ist.

00:18:49: Wir haben eine zunehmende Müdigkeit.

00:18:50: das hat damit zu tun dass einfach nicht ausreichend Hemoglobin zur Verfügung steht, weil die Erotropiodinbildung also die Bildung des roten Blubildstimulierenden Hormons reduziert wird.

00:19:04: Das ist ein Thema.

00:19:05: chronische Mütigkeit.

00:19:07: Ganz zentrale Symptome entstehen dadurch, dass die Ausscheidungskapazität dannieren für all jene Dinge, die sie normalerweise... ausscheiden würde über den Hahn abnehmen.

00:19:20: Vor allem geht es hier um Uremie, also Harnstoff wird nicht mehr ausgeschieden.

00:19:25: Harnstoff kumuliert und baut sich auf im Körper.

00:19:29: Dadurch wird vor allem auch der Juckreiz das Symptom getrieben.

00:19:34: Was auch noch kumultiert natürlich ganz stark, weil die Niere auch das ausscheidet ist Phosphat.

00:19:38: Man würde das auch in einem erhöhten Imblutbild im Labor, in einem höheren Phosphatspiegel merken Je weniger glomeruläre Filtrationsrate noch da ist, also ich denke jetzt an einen Bereich von fünfzehn Milliliter pro Minute.

00:19:56: Wir sprechen hier schon von einer sehr stark eingeschränkten Nierenfunktion umso stärker werden die Symptome und man muss natürlich sagen diese Patienten sind in der Regel schon länger in medizinischer Behandlung dieser Nierenerkrankung unter Verstärkung der Symptome auch eine Niernersatztherapie denken.

00:20:24: Nierner Satztherapie, Sie haben gesagt Dialyse das ist eine Möglichkeit.

00:20:28: oder im Wesentlichen gibt es zwei Arten von Dialüsen.

00:20:32: aber die dritte Nierersatztherapie ist natürlich letztendlich auch eine nieren Transplantation.

00:20:39: Welche Rolle können eigentlich Apothekerinnen bei der Betreuung von Dialysepatientinnen und Patienten spielen?

00:20:47: Das

00:20:48: ist eine ganz spannende Frage, weil Dialyseptatienten sind natürlich klassische Polypharmazie-Patienten.

00:20:55: Also Dialysetatientin sei es jetzt Patienten die klassischerweise dreimal die Woche zur Hemo-Dialyse kommen oder auch Patienten, die eine sogenannte Peritonealdialyse, eine Bauchfelddialyse bekommen haben alle mannigfaltige Erzneimitteltherapie.

00:21:13: Das fängt an von Erzneiemitteln die sie brauchen für ihre Grunderkrankungen sei es jetzt Hypatonie, Diabetes oder beides Medikamente gegen den Fettstoffwechsel um nur einige zu nennen aber auch ganz viele Erzeneimittel die Sie brauchen zur einerseits Symptomkontrolle aber auch zur Substitution der durchdinieren Einschränkungen weggefallenen Symptome.

00:21:40: Also solche Patienten nehmen in der Regel ein, Medikamente einzur... Stimulierung des Blubbilders.

00:21:47: Das wird meistens im Rahmen der Dialyse verabreicht, diese Patientinnen kriegen aber auch Medikamente zur Regulierung des Kalziumphosphatstoffwechsels weil eben auch diese Funktion eingeschränkt ist oder irgendwann komplett wegfällt.

00:22:04: Ein Riesenthema ist bei Dialysepazienten die Kontrolle des Phosphatstoffwechsels, weil eben Phosphate nicht mehr ausgeschieden werden kann.

00:22:13: und normaler Ernährung, wir natürlich Fosfalt aufnehmen über die Nahrung und das führt dann zu Problemen.

00:22:20: Und diese Patientinnen nehmen in der Regel zur Kontrolle dieser Fosfahrtwerte im Blut sogenannte Phosphatbinder ein.

00:22:28: Und Phosphatebinder sind im Wesentlichen eine schwierige Erzneimittelgruppe nicht weil sie komplex sind von der Pharmakologie her sondern weil Patienten viele Tabletten einnehmen müssen diese Tabletten in der Regel sehr groß sind.

00:22:41: Diese Wirkstoffe zu Wechselwirkungen mit anderen Medikamenten führen können und die Phosphatbinder natürlich auch nur dann sinnvollerweise eingenommen werden müssen, wenn Patienten noch wirklich essen und eine Mahlzeit zu sich nehmen.

00:22:57: Das ist quasi auch vom Thema Anzahl der Erzneimittel, Anzahl des einzunehmenden Tablettes, Kapselnpielen.

00:23:04: Da kommt eine riesengroße Menge dazu.

00:23:08: Und nicht zu vergessen ein Thema, das natürlich im Rahmen Dialyser ein Thema ist ist Kalium.

00:23:13: Auch Kalium als sehr wichtiger Lava-Parameter vor allem hinsichtlich Herzrhythmostörungen die natürlich klinisch höchst relevant sind muss natürlich auch quasi mit Medikamenten gemanagt werden.

00:23:26: also auch da kommen noch Medikamente und Top dazu.

00:23:30: Also dass von der Medikamentsite insofern für Apothekerinnen Dialysepatienten an der Tara sehen oder auch im Krankenhaus mit Dialyse-Patienten arbeiten.

00:23:42: Da gibt es viele Handlungsfelder, viele Stellschrauben die man quasi beachten muss und wo man auch Optimierungen durchführen kann.

00:23:51: Das ist in der Literatur sehr gut belädt.

00:23:53: Es gibt sehr gute Evidenz dass die Beteiligung eines Apothekers im Management im Führen von Patientinnen an einer Nierenersatztherapie einen Mehrwert bringen.

00:24:06: Was man nicht vergessen darf, das Management von Dialysepazienten ist immer ein multidisziplinärer Ansatz.

00:24:12: Also sie nehmen den Nephrologinnen auch den speziellen Dialysepflegepersonern, auch immer auch Dietologinnen involviert weil ich muss ja die Zufuhr von gewissen Substanzen also Fosfalt um im Beispiel zu bleiben aber auch Kalium idealerweise durch die Ernährung regulieren und im Sinne von reduzieren.

00:24:33: Das ist ein zentraler Angriffspunkt, dass auch Dietologinnen hier quasi immer mit dem nephrologischen Team sind.

00:24:42: Schön ja!

00:24:43: Und wir Apothekerinnen können eben auch viel beitragen wie Sie sagen.

00:24:47: jetzt hätte ich noch eine Take Home Message gerne von Ihnen für die Offizien.

00:24:53: Wenn Sie die drei wichtigsten Botschaften zur Nierengesundheit zusammenfassen, was würden sie da den Apothekerinnen und Apothekern mitgeben?

00:25:03: Drei TECO-Messages.

00:25:05: Eine könnte sicher sein einfach sich bewusst zu machen dass ihren Funktionsenschränkungen lange unbemerkt bleiben können.

00:25:13: Also im Sinne von plädiere ich für Vorsorgeuntersuchungen oder auch Patientinnen und Kunden an der TARA darauf aufmerksam zu machen, wenn das irgendwie aus einem Gespräch hervorgeht dass hier die Adherenz nicht so hoch ist.

00:25:25: Also früh hinschauen lohnt sich sicher dann wenn eine nie in Erkrankung quasi vorliegt, diagnostiziert ist und abgeklärt ist.

00:25:33: Dann ist sicher ganz wichtig dass die Risikofaktoren, die einen Voranschreiten bedingen oder die Geschwindigkeit mit deren Nierenfunktionsverlust einhergeht, dass sie einfach kontrolliert sind.

00:25:45: also stichwort optimales Blutdruckmanagement, optimales Diabetes-Management.

00:25:51: Also da kann man glaube ich immer drauf schauen und schauen wie ist alles im Lot?

00:25:56: gibt natürlich auch quasi immer mehr Arzneimittel, die quasi nephroprotektiv wirken oder diese Geschwindigkeit des Voranschreitens verlangsamen.

00:26:06: Auch da kann man quasi darauf schauen sind diese Therapien schon mit an Bord bei einem Patienten der schon einen ihren Funktionsanstrengung hat?

00:26:15: Und last but not least, glaube ich und wir haben darüber gesprochen sind Schmerzmittel natürlich weilfrei verschreibbar.

00:26:22: Ein Thema wo man drauf schauen kann.

00:26:24: also wenn auffällig ist dass Personen Kundinnen regelmäßig diese Schmerzwitte beziehen.

00:26:30: Ich glaube da lohnt es sich nachzufragen warum was ist der Grund?

00:26:33: Ist das wirklich die beste Therapieoption?

00:26:36: und quasi dass die beste Therapieoption noch darstellt nach ärztlicher Abklärung, dann ob eine Begleitung auch stattfindet und eine Überwachung.

00:26:45: Das wären so meine zentralen TECO-Messages.

00:26:49: Vielen Dank Herr Dr.

00:26:50: Stemmer für dieses interessante und aufschlussreiche Gespräch!

00:26:54: Wir haben also gesehen das Apothekerinnen und Apotheken wirklich eine zentrale Rolle spielen können in der Versorgung und Betreuung von Kundinnen und Kunden mit Nierenproblemen oder möglichem angehenden Nieren-Problem.

00:27:11: Ich danke auch herzlichst für das Zuhören, und ich freue mich schon auf die nächsten Folgen unseres Podcasts.

00:27:18: Auf Wiedersehen!

00:27:39: In der vierzehnten ÖRZ-Ausgabe des Jahres erfahren Sie in einem lesenswerten Beitrag alles über die gesundheitlichen Risiken, der beliebten in Ihr Kopfhörer.

00:27:53: Außerdem

00:27:54: widmen

00:27:54: wir uns in der aktuellen Ausgabe den Thema Ein und Durchschlafstörungen.

00:27:59: im Beitrag Wenn die Nacht zur Belastung wird beschäftigen wir uns mit Therapieoptionen deren Wirksamkeit und vielem mehr.

00:28:08: Bei den HMPPA-Monographien dreht sich dieses Mal alles um den Schwarzkümmel.

00:28:14: Und in der ÖAZ TARA lesen sie wissenswertes zum Thema Sonnenschutz und warum selbst die Ernährung einen wichtigen Beitrag dazu leisten kann!

00:28:25: Vielen Dank fürs Zuhören, bis in zwei Wochen mit einer neuen Ausgabe von ÖAz

00:28:30: im Ohr.

00:28:31: Bleiben Sie neugierig gut informiert und denken Sie dran – Ihr Wissen ist die beste Medizin.

00:28:39: Dieser Podcast richtet sich an Fachkreise und dient der Vermittlung von allgemeinem Wissen über pharmazeutische und medizinischer Themen.

00:28:47: Es werden keine konkreten Therapieempfehlungen oder individuelle Ratschläge für Laien gegeben, die Inhalte ersetzen keinesfalls den Besuch bei einem Arzt einer Ärztin oder eine Apothekerin eines Apothekers.

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